Hobbygeologen und Liebhaber von Mineralien kommen im Bayerischen Wald um eine Wanderung im Naturschutzgebiet Großer Pfahl nicht herum. Das 140 km lange und bis zu 30 m hohe Quarzriff "Großer Pfahl" ragt in Viechtach als weiß schimmerndes Felsenriff beeindruckend in die Höhe.
Der auch für Familien mit Kindern bestens geeignete Rundwanderweg "Großer Pfahl" führt vorbei an den monumentalen Pfahlfelsen, die nicht nur durch ihre Höhe, sondern auch durch ihr Farbschauspiel beeindrucken.
Da, wo die Felsen mit Schwefelflechten bewachsen sind, leuchten sie grün; dort wo sich Eisen eingelagert hat, blitzen sie rot.
Quarz als RohstoffZiel des durch lichtdurchflutete Kiefern- und Hochwälder führenden Wanderwegs ist ein Lehrpfad mit zwei Rundwegen (1 km und 3 km). Der kürzere von beiden ist Kinderwagen- und Rollstuhlgerecht angelegt. Hier informieren mehrere Infotafeln über die geologischen Besonderheiten des Pfahls und die ihn umgebende Naturlandschaft.
Der ehemalige Quarzbruch und seine restaurierten Betriebsgebäude verdeutlichen die 100jährige Abbaugeschichte des Pfahls.
Wegbeschreibung:Startpunkt ist der Parkplatz am Naturschutzgebiet Pfahl an der B85. Der Beschilderung des Wanderweges Nr. 4. folgend, gelangt der Wanderer zunächst auf einem idyllischen Waldweg zum Großen Pfahl, dem weithin sichtbaren und insgesamt 150 Kilometer langen Quarzriff.
Vorbei am Großen Pfahl geht es weiter über Engelsdorf bis nach Prackenbach. Hier biegt man an der Hauptstraße (REG 6) rechts ab und gelangt durch das Flusstal des Prackenbach nach Geigenmühle. Weg von der Straße führt die Wanderung über den Schöpferhof, der einen herrlichen Ausblick bietet.
Nun bergab durch den Wald an einer Kapelle vorbei nach Tresdorf – die Route verläuft bis zur Galgenhöhe, von wo es schließlich entlang des Großen Pfahls zurück zum Ausgangspunkt geht.
Gehzeit: 2:30 Std.
Länge: 10,3 km
Weitere Informationen:Der Pfahl
Viechtach