Wandertipp: Eintageswanderung "rund um den Falkenstein"

 

Rindlschachten, Ruckowitzschachten, Albrechtschachten

Ausgangspunkt Parkplatz Scheuereck, reine Wegstrecke ca. 17 km, Höhenunterschied 520 m, Einkehrmöglichkeit im Berghaus auf dem Großen Falkenstein - 1315 m.
Unsere Eintageswanderung beginnt bei der Wegtafel des Naturparks Bayerischer Wald beim Forsthaus Scheuereck. Wir laufen auf der geteerten Forststraße hinter den Häusern von Scheuereck nach links stetig aufwärts. Die Straße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Nach einem Kilometer sieht man rechts oben an einem Baum das Waldabteilungsschild "Grandlquelle". Die Forststraße macht einige kleinere Kurven, der anfängliche Laubwald geht in einen Fichten- und Buchenmischwald über. Nach 2,4 km gehen wir bei einer Wegegabelung nach rechts auf der geteerten Forststraße weiter. Langsam kommen wir in die Hochlagen des Grenzwaldes. Bei km 2,9 (Kilometrierung ist nicht angezeigt) kommt von rechts eine Forststraße mit dem eigenartigen Namen "Hechtlein", doch wir bleiben weiterhin auf der Teerstraße. An der Einmündung der Hechtleinstraße steht rechts am Waldrand eine Unterstandshütte. Nach links führt der markierte Höhenwanderweg Rachel - Falkenstein in den Wald. An dieser Stelle ist auch ein Waldabteilungsschild "Goldquelle".
Unsere Teerstraße überquert nun die Wasserscheide, es geht wieder bergab. Nach 3,3 km kommt eine Wegkreuzung nach rechts, doch wir gehen auf unserer Forststraße weiter. Jetzt kommt gleich dahinter in etwa 50 m Entfernung eine Weggabelung. Hier ist die Teerstraße zu Ende. Wir gehen nach links weiter. Unser Weg führt uns durch schönen Fichtenhochwald, am Weg wächst in der Vegetationszeit üppiger Fingerhut.

Bei km 3,9 halten wir uns bei einer Weggabelung wieder links. Der Wald lichtet sich langsam und er steht nicht mehr unmittelbar bis zum Straßenrand. In einer Linkskurve ist ein kleiner Holzlagerplatz angelegt. Von hier aus erreichen wir bald den Rindlschachten.
Bis hierher sind es vom Ausgangspunkt 5,6 km und etwa 2 Stunden Gehzeit. Auf diesem Schachten machen wir erste Rast, bestaunen die uralten Baumriesen, von denen die ältesten sicher schon mehr als dreihundert Jahre hier stehen. Die Forststraße quert den Schachten im oberen Drittel. Etwa in der Mitte führt ein Trampelpfad nach rechts hinauf zum Waldrand. Dort hat man 1986 ein Marterl mit einem guten Holzrelief angebracht. mit folgender Inschrift: "dem Lindberger Waldhirten Max Winter zur Ehr"! Dann folgen die Namen der letzten sechs Weiderechtler auf diesem Schachten. Gestiftet wurde dieses Gedenkbrett von den bekannten "Lindberger Oanödsängern".

Nach dem Überqueren des Rindlschachten steigt die Straße wieder an. Es geht durch herrlichen Hochwald. Bei km 7 ist rechts wieder ein kleiner Holzlagerplatz, doch nach km 7,5 geht es dann ziemlich steil bergab. Auf einer Waldlichtung bei km 8,1 hat man nach rechts einen schönen Ausblick auf den Großen Falkenstein. An der nächsten Weggabelung muss man scharf nach rechts gehen. In der Innenkurve ist eine Hinweistafel "Zum Falkenstein". Links fällt das Gelände steil zum Naturschutzgebiet "Höllbachgspreng" ab. Bei km 8,6 (immer von unserem Ausgangspunkt gemessen) kommen von oben einige Quellbäche des Höllbachs herunter. An der nächsten Wegkreuzung steht ein Tafelmast mit drei Wegschildern. Wir gehen steil aufwärts in Richtung "Großer Falkenstein". Der Weg mündet dann in eine Forststraße, auf der wir nach rechts unseren Weg fortsetzen. Achtung: Hier nicht auf dem Waldweg zum Falkenstein aufsteigen, sondern auf dem Sandweg zum Ruckowitzschachten weiterlaufen. Wir kommen zur Waldabteilung "Hochwiesel", danach geht es abwärts. Bis hierher sind wir insgesamt vier Stunden unterwegs.

Bei km 10,6 mündet von rechts eine Straße in unsere ein, doch wir bleiben weiter auf der unsrigen. Der Wald lichtet sich: Wir sind auf dem Ruckowitzschachten. Mitten auf dem Schachten steht eine Ruheband mit schöner Aussicht zum Arber. Hier gehen wir nach links aufwärts. Die Aussicht wird immer schöner, bis wir oben wieder in den herrlichen Hochwald eintauchen. Vom Ruckowitzschachten bis zum Falkensteingipfel sind es etwa 40 Minuten, der Weg ist gut beschildert.

Den Rückweg beginnen wir auf dem Höhenweg Rachel - Falkenstein, rechts vorbei an der Naturparktafel. Hier kann man eigentlich den richtigen Weg nach Scheuereck nicht mehr verfehlen. Wir erreichen in etwa einer halben Stunde den Albrechtschachten, eine lang gezogene ehemalige Weidefläche, wobei die Talseite die reizvollere ist. Nach diesem Schachten führt ein Weg nach rechts zur Teerstraße, auf der man dann wieder den Parkplatz von Scheuereck erreicht. Vom Falkensteingipfel bis zum Parkplatz Scheuereck sind es etwa 2 1/2 Stunden.

Die Gesamtstrecke ist gemessen, jedoch nirgends angezeigt. Hält man sich auf den einzelnen Schachten noch etwas auf und läuft herum, so muss man mit insgesamt 20 km Tagesstrecke rechnen.