Wanderlinie "Eibe" vom Zwieslerwaldhaus zum Großen Falkenstein

 
Ausblick vom Gipfel des Großen Falkenstein
Die Wanderlinie „Eibe“ läuft von Zwieselerwaldhaus über die Steinbachfälle, Kleiner Falkenstein zum Großen Falkenstein. Dort besteht Einkehrmöglichkeit im Falkensteinschutzhaus. Der Rückweg verläuft über den „Ruckowitzschachten“ der Wanderlinie „Grünes Dreieck“ folgend nach Zwieselerwaldhaus.


Beschreibung der Tour:
Von Zwieslerwaldhaus geht man durch den Urwald Mittelsteighütte – ein 250 Jahre alter Bergmischwald mit natürlicher Waldentwicklung, seltenen Vogelarten und seltenen Pilzarten: wie z. B. dem  „Duft-Feuerschwamm“, ein Pilz der vor einigen Jahren entdeckt wurde und weltweit nur 9 Standorte aufweist. Das Nationalparkprinzip „Natur Natur sein lassen“ ist hier hautnah zu spüren. Allein die mächtigen, über 300 Jahre alten Bäume, die die Einmaligkeit dieses Urwaldrestes ausmachen, ist faszinierend.

Der Aufstieg über die Steinbachfälle ist beeindruckend, weil der Bach kaskadenartig über bizarre Felsen zu Tal fällt. Beim „Kleinen Falkenstein“ befindet man sich im Revier von Luchskater „Patrik“ oder auch eines Luchsweibchen das z. T. mit Jungluchsen die Region durchstreift. Sie zu entdecken dürfte schwierig sein, aber zu wissen, dass man vielleicht von Ihnen beobachtet wird ist allein schon spannend. Vom Felsenmassiv des Kleinen Falkenstein hat man eine sehr gute Aussicht nach Nord/West, Richtung Arbermassiv.

Zum „Großen Falkenstein“ sind es nochmal 20 Minuten, dort wartet eine gemütliche Einkehr im Falkenstein Schutzhaus. Die Aussicht vom Gipfel geht weit ins Zwieseler Land nach Süd/Ost bis Süd/West über die Höhen des Bayerischen Waldes.

Der Abstieg geht über den Ruckowitzschachten, eine ehemalige Waldweide, von denen es noch weitere 16 im Gebiet des Nationalparks gibt. Die Schachten laden zum Verweilen ein. Entlang der Beschilderung des „Grünen Dreieck“ geht’s wieder heim. Der Europäische Fernwanderweg E 6, verläuft von der Ostsee über die Wachau zur Adria und endet am Peleponnes. Der E 6  führt auf verschiedenen Routen u.a. durch den Bayerischen Wald, eben über das grüne Dreieck und den Falkenstein.

Die Besonderheit des Weges liegt vor allem darin, dass er durch das Zerstörungsgebiet von Sturm Kyrill führt. Die Nationalparkverwaltung ist bemüht die Auswirkungen in einem speziellen Erlebnisweg zu dokumentieren. Mittels Schautafeln werden Vergleichsflächen ausgewiesen wo einerseits der Windwurf aufgearbeitet wurde und andererseits Flächen zu sehen sind, die naturbelassen bleiben.
Hier wird vor allem deutlich wie die Natur mit diesem Ereignis umgeht, wie sich die Naturverjüngung des Waldes im Laufe der Jahre darstellt wenn der Mensch sich nicht einmischt.

Am Ende des Weges geht’s nochmals durch den Urwald Mittelsteighütte, eine Einkehr im Biergarten des Gasthauses „Zwieseler Waldhaus“  beendet die schönste Wanderung Deutschlands.

Gesamtlänge ca. 11,5 bis 12 km;  Höhenunterschied:  615 m, Gehzeit : ca. 5 Std


 
 
 

Einkehrmöglichkeiten bei dieser Tour