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Markierung der Wanderwege im ARBERLAND
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Gesperrte Wanderwege im ARBERLAND

Aktueller stand der Wegsperrungen und -behinderungen

Informationen über Holzfällarbeiten oder die Brutzeit der Wanderfalken. Umleitungen, die durch Sturm oder Orkanschäden nötig werden, Tourensperrungen wegen Veranstaltungen.

Wegeservice für den Wanderer im Bereich des Nationalparkgebietes Bayerischer Wald immer aktuell informiert.

Brut der Wanderfalken wegen milder Witterung etwas früher erwartet
Wanderweg durch das Höllbachgespreng wird bereits ab 1. Februar gesperrt
Lindberg/Grafenau. Wie auch schon in den vergangenen Jahren wird der Wanderweg durch das Höllbachgespreng unterhalb des Großen Falkensteins für Nationalparkbesucher gesperrt, heuer jedoch bereits ab dem 1. Februar 2023. Den reviertreuen Wanderfalken soll so eine ungestörte Brut ermöglicht werden.
„Wegen des relativ milden Winters können wir aktuell nicht ausschließen, dass die Wanderfalken in diesem Jahr schon eher mit der Balz beginnen. Es wäre dann auch mit einem früheren Brutbeginn im Höllbachgespreng zu rechnen“, erklärt Jochen Linner, in der Nationalparkverwaltung für Natur- und Artenschutz zuständig. „Deshalb sperren wir den Wanderweg zwischen den Höllbachfällen und der Abzweigung Forststraße Hüttensteig in diesem Jahr bereits zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr.“ Ab dem 1. Februar 2023 ist der Weg mit der Markierung Grünes Dreieck und Heidelbeere für Besucher nicht mehr zugänglich, zunächst bis zum 30. April.
Für die im Bayerischen Wald weiterhin gefährdete Population der Wanderfalken ist das bekannte Wandergebiet unterhalb des Großen Falkensteins von großer Bedeutung. „In der Nationalparkregion gibt es leider nicht so viele Stellen, die für eine Wanderfalkenbrut geeignet sind“, erläutert Jochen Linner. „Die Wanderfalken benötigen dafür steile, möglichst unzugängliche und von der Witterung gut geschützte Felsen. Das Höllbachgespreng ist deshalb der ideale Platz, das haben Bruterfolge der vergangenen Jahre gezeigt. Umso wichtiger ist es, dass die Tiere während der Paarung und Aufzucht ihrer Küken möglichst ungestört sind.“ Nur Experten des Landesbunds für Vogelschutz und Nationalparkmitarbeiter werfen gelegentlich aus der Ferne einen Blick ins Brutgebiet, um zu sehen, ob eine Brut läuft, beziehungsweise erfolgreich ist. Gegebenenfalls wird die Sperrung des Wanderwegs durch das Höllbachgespreng bis zum 30. Juni verlängert.
Besucher müssen während der Sperrung aber nicht auf das Naturerlebnis Höllbachfälle verzichten. Erst ab dort führt eine deutlich gekennzeichnete Umleitung über die Wanderlinie Silberblatt und den Sulzschachten zum Großen Falkenstein. Die Nationalparkverwaltung appelliert an Besucher, sich an die temporäre Wegesperrung und generell an das Wegegebot in der Kernzone zu halten. Auch andere gefährdete Nationalparkbewohner, zum Beispiel das Auerhuhn, sind während der Brut sehr störungsempfindlich. Deshalb dürfen sonstige, nicht markierte Wege und Steige bis zum 15. Juli 2023 in der Kernzone des Nationalparks nicht begangen werden.

 

Verkehrssicherung rund um Zwieslerwaldhaus
Besucher müssen werktags mit Behinderungen auf Wegen und Loipentrassen rechnen.
Vor dem großen Wintereinbruch arbeitet der Nationalpark aktuell noch daran, die Wege und Loipentrassen rund um Zwieslerwaldhaus sicherer zu machen. Dabei wird im direkten Umgriff der Strecken stehendes Totholz beseitigt. Noch mindestens bis Weihnachten gibt es daher werktags im Bereich des Großen Falkensteins immer wieder kurze Behinderungen für Besucher.
„Es geht darum, dass die Routen nach Winterstürmen möglichst frei begehbar bleiben“, erklärt Nationalpark-Sachgebietsleiter Franz Baierl. „Die Sicherheit auf den Wanderwegen und Loipen steht an erster Stelle.“ Gearbeitet wurde zum Beispiel schon am Böhmweg in Richtung Grenzübergang Gsenget, im Ferdinandstahl bei Zwieslerwaldhaus oder im Umgriff der Übernachtungshütten im Wildniscamp am Falkenstein. Aktuell sind die Waldarbeiter damit beschäftigt, die Route vom Falkensteingipfel ins Tal sowie die Loipen zwischen Zwieslerwaldhaus und Schleicher zu sichern.
„Bei den Arbeiten legen wir aber nicht nur einen hohen Wert auf die Sicherheit unserer Besucher, sondern auch auf den Naturschutz“, sagt Baierl. So würden im Zuge der Entfernung gefährlicher Totholz-Stämme auch Wurzelteller und Hochstümpfe erzeugt, die wichtige Lebensraumnischen für Pilz-, Tier- und Pflanzenarten darstellen. Neben eigenem Personal sind dabei auch zwei Forstunternehmen inklusive Harvestern im Einsatz.
Besucher bittet Baierl darum, sich an kurzfristige Sperrungen im Gelände zu halten und den Anweisungen der aufgestellten Posten Folge zu leisten. „In der Regel können wir Besucher an Stellen, wo gearbeitet wird, nach ein paar Minuten Wartezeit wieder durchlassen.“ Während der Weihnachtsferien ruhen die Arbeiten aufgrund des dann zu erwartenden Besucheransturms erstmal. Je nach Bedarf und Schneelage wird mit der Verkehrssicherung der Wege aber am 9. Januar 2023 fortgefahren.